Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es

Es existieren zahlreiche Behandlungsansätze für die Belastungsinkontinenz; dazu zählen zum Beispiel das Beckenbodenmuskeltraining und eine Änderung des Lebensstils. Die folgende Tabelle gibt Aufschluss über die gängigen Möglichkeiten zur Behandlung der Belastungsinkontinenz, die Sie nach Absprache mit Ihrem Arzt unter dessen Aufsicht durchführen lassen können.

Bulkamid

Andere Bulkingmittel stehen zur Verfügung; sie unterscheiden sich jedoch in ihrem Wirksamkeits- und Sicherheitsgrad

Verfahren

Ein Harnröhren-Bulkingmittel wie Bulkamid wird an 3 oder 4 Stellen in die Wand der Harnröhre injiziert.

Erfolgsrate

75%1

Invasivität
(Umfang der Schnitte oder Einstiche in den Körper)

Es sind keine Schnitte nötig, nur mehrere kleine Injektionen.2

Verfahrensdauer

Bis zu 15 Minuten

Dauer des Krankenhaus-aufenthalts

1 Nacht

Genesungsdauer

Bis zu 24 Stunden

Kurzzeit-Komplikationen

Vorübergehende Schmerzen, die kurz nach dem Eingriff verschwinden (bis zu 15%)1, Harnwegsinfektionen (bis zu 5%)1, Schwierigkeiten beim Entleeren der Blase (bis zu 7%).3

Langzeit-Komplikationen

Keine Langzeitkomplikationen berichtet.3

Rezidivrate

10% Wiederholungsinjektionen können nötig werden, wenn sich bei Ihnen noch einmal Symptome einstellen.

Verfahren

Ein Netzband aus Kunststoff wird in das Becken eingeführt, um die Harnröhre zu stützen.

Erfolgsrate

85%4

Invasivität
(Umfang der Schnitte oder Einstiche in den Körper)

Ein Schnitt von 1 – 2 cm Länge in den Unterbauch oder die Lende und einer in die Scheidenwand.5

Verfahrensdauer

20-40 Minuten

Dauer des Krankenhaus-aufenthalts

1 Nacht

Genesungsdauer

Bis zu 4 Wochen

Kurzzeit-Komplikationen

Vorübergehende Schmerzen (bis zu 50%), Harnwegsinfektionen (bis zu 5%), Schwierigkeiten beim Entleeren der Blase (ca. 5%)5

Langzeit-Komplikationen

Starke Schmerzen (bis zu 5%)5, Erosion des Netzes in die Harnröhre oder Blase (2,5%)6, Harndrang (10%) und Probleme beim Wasserlassen, die entweder einen Katheter oder zeitweise Selbstkatheterisierung erfordern (bis zu 5%).5

Rezidivrate

10% Rückkehr der Beschwerden

Verfahren

Der Blasenhals wird durch Haltenähte im Becken angehoben und fixiert.

Erfolgsrate

85%4

Invasivität
(Umfang der Schnitte oder Einstiche in den Körper)

10cm Schnitt, oder 3-4 kleine, 1-2cm Einschnitte im Unterbauch, bei Schlüssellochoperation.7

Verfahrensdauer

Ca. 1 Stunde

Dauer des Krankenhaus-aufenthalts

Bis zu 5 Tage

Genesungsdauer

6 Wochen

Kurzzeit-Komplikationen

Vorübergehende Schmerzen, die nach dem Eingriff verschwinden (fast immer), Harnwegsinfektionen (5%), Schwierigkeiten beim Entleeren der Blase (5%), Wundinfektionen (5%).7

Langzeit-Komplikationen

Schmerzen in Scheide oder Unterbauch (bis zu 5%), Harndrang (bis zu 20%) und Schwierigkeiten beim Entleeren der Blase, die entweder einen Katheter oder zeitweise Selbstkatheterisierung erfordern (bis zu 5%).7

Rezidivrate

10% Rückkehr der Beschwerden

Schlinge aus körpereigenem Gewebe

Verfahren

Ein Stückchen Ihres eigenen Gewebes (normalerweise aus dem Schenkel oder der Bauchdecke) wird zur Stützung der Harnröhre verwendet.

Erfolgsrate

85%4

Invasivität
(Umfang der Schnitte oder Einstiche in den Körper)

Durch einen kleinen Einschnitt in die Bikini-Linie oder die Schenkelaußenseite wird etwas Gewebe bei Ihnen entnommen, um ein Schlingenband zu formen. Die Schlinge wird dann durch einen kleinen, 1,5 cm langen Einschnitt in die Scheidenwand eingesetzt.8

Verfahrensdauer

Über 1 Stunde

Dauer des Krankenhaus-aufenthalts

Bis zu 2 Tage

Genesungsdauer

6 Wochen

Kurzzeit-Komplikationen

Vorübergehende Schmerzen, die nach dem Eingriff verschwinden (fast immer), Harnwegsinfektionen (5%), Schwierigkeiten beim Entleeren der Blase (5%), Wundinfektionen (5%).8

Langzeit-Komplikationen

Schmerzen in Scheide oder Unterbauch (bis zu 5%), Harndrang (bis zu 20%) und Schwierigkeiten beim Entleeren der Blase, die entweder einen Katheter oder zeitweise Selbstkatheterisierung erfordern (bis zu 5%).8

Rezidivrate

10% Rückkehr der Beschwerden

1. Urethral Bulking Injections for Stress Urinary Incontinence (SUI). BAUS Leaflet No: 16/148. Published April 1017. 2. Sokol ER, Karram MM, Dmochowski R. Efficacy and safety of polyacrylamide hydrogel for the treatment of female stress incontinence: a randomized, prospective, multicenter North American study. J Urol. 2014 Sep;192(3):843-9. 3. Bulkamid bibliography. 4. Data on file. Average of efficacy data for IUGA and BAUS. 5. Synthetic mid-urethral tapes for Stress Urinary Incontinence. BAUS Leaflet no: 16/153 Published June 2017. 6. Blaivas JG, Purohit RS, Benedon MS, Mekel G, Stern M, Billah M, Olugbade K, Bendavid R, Iakovlev V. Safety considerations for synthetic sling surgery. Nat Rev Urology. Sep;12(9):481-509. 7. Colposuspension for Stress Urinary Incontinence (SUI). BAUS Leaflet no:17/146. Published June 2017. 8. Autologous Slings for Stress Urinary Incontinence (SUI). BAUS Leaflet 17/145. Published March 2017.